| Sieben auf einen Streich
Islay forever: die Insel ist immer einen Besuch wert Ein Besuch auf der südlichsten der Inneren Hebrideninseln kann ausreichen, um gleich sieben Malt-Brennereien zu erkunden. So schnell, wie im Märchen das Tapfere Schneiderlein die sieben Fliegen »auf einen Streich« erlegte, läßt sich Islay freilich nicht erkunden. Nehmen Sie sich also wenigstens die Zeit für die – derzeit noch – sieben aktiven Destillerien auf der berühmten Insel. Ihr Guide zu den Quellen des Islay Malt Whiskys ist BERND SCHÄFER.
Bowmore liegt zwar auf dem gleichen Breitengrad wie Moskau, doch dank des Golfstroms ist Islay klimatisch weitaus reizvoller. Dennoch bewahrheiten sich zwei Aussprüche hier in schönster Regelmäßigkeit: »In Schottland kann man alle Jahreszeiten an einem Tag bekommen!« und »Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung!« Über plötzlichen Wind oder Regen tröstet das Wissen hinweg, daß auf dieser Insel sieben Malt-Brennereien in Betrieb sind – eine achte ist gerade im Bau, doch wird es noch einige Jahre dauern, bis ihre Whiskys trinkbar sind.
Islay hat in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt, aus dem Blickwinkel der Verbraucher ebenso wie aus dem der Brenner. Die positiven Veränderungen sind in erster Linie den kleinen Firmen zu verdanken. Nach der Übernahme von Ardbeg durch Glenmorangie 1997 erstrahlte diese Brennerei auf Islay in neuem Glanz, den sie unter der Regie von Allied Domecq wohl nie hätte erreichen können. Ähnliches gilt auch für Bruichladdich, die unter den Fittichen von JBB Greater Europe lang vor sich hingedümpelt war – heute zeigt sich das teilweise als Glücksfall: Mangels Investitionen blieben in dieser Brennerei viele Dinge stehen, die sonst im Museum gelandet wären. Der charismatische, zuweilen missionarische Jim McEwan, der Bruichladdich heute leitet, war der richtige Mann, um die Brennerei aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.
...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2005/1 Winter (zum Abo-Service)
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