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Kork und Korken –
von der Eiche bis zur Flasche
Es ist nur ein kurzes Stück, das uns vom Inhalt einer Flasche Whisky oder eben Whiskey trennt: einige Zentimeter Korken und die Kappe. Als Ganzheit wird dieser Verschluß Griffkorken genannt. Jeder von uns entkorkt und verkorkt mehr oder weniger regelmäßig die eine und andere Flasche. Aber wer hat sich schon jemals Gedanken darüber gemacht, woher der Korken kommt? Und wer darüber, wie er zu seiner Kappe kommt? Wir sind dieser Sache nachgegangen:
Bereits die Völker der Antike schätzten und nutzten den Kork. Ägypter, Griechen und Römer fertigten aus dem Naturstoff Sandalen, Verschlüsse für Gefäße, Bojen und manches mehr. Doch es dauerte bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts, ehe dieses Material auch wirklich erforscht werden konnte. Das 1590 erfundene Mikroskop ermöglichte es dem britischen Wissenschaftler Robert Hooke, um 1660 die Mikrostuktur von Kork sichtbar zu machen. Der Naturforscher Hooke gilt als Schöpfer des Begriffs ›Zelle‹; in seinem Hooke’schen Gesetz stellte er zudem fest, daß bei elastischen Stoffen die Deformation proportional der Krafteinwirkung ist.
Kork ist die äußere Rinde der Eiche Quercus suber L., die hauptsächlich in Portugal, Spanien, Südfrankreich, Italien und Nordafrika wächst. Die immergrüne Korkeiche kann bis zu 200 Jahre alt werden; sie muß aber schon 20 Jahre alt sein, ehe sie zum ersten Mal geschält werden kann. Danach wird etwa alle neun Jahre wieder ›geerntet‹; die beste Zeit für das Schälen ist die aktive Wachstumsphase der Korkeiche zwischen Mai oder Juni und August.
...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2005/3 Sommer (zum Abo-Service)
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