Langhals macht Leichtgewichte

 

POT STILLS UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DESTILLATE

Sie sind die Vorzeigeobjekte jeder Brennerei. Sie können eine Form haben wie eine Zwiebel, wie eine Birne oder wie eine Laterne. Sie sind mal schlank und hoch, mal eher mollig und niedrig. Sie können bis zu 30.000 Liter aufnehmen oder auch nur wenig mehr als 2.000. Sie sind immer aus Kupfer, und wenn es sie nicht gäbe, wäre Malt Whisky nicht das, was er ist. Sie heißen pot stills.



Die Preise wurden uns direkt von den Brennereien mitgeteilt. Sie sind wahrscheinlich deutlich höher als jene, die anderswo angegeben sind. Dafür sind es aber Inclusivpreise, sozusagen. Sie enthalten auch die Kosten für Heizelemente und alles, was sonst noch zum komplizierten Betrieb dieses altmodischen Brenngerätes gehört. Ohne all dieses Drin und Drumherum schlägt die bloße Kupferkonstruktion mit 40.000 bis 50.000 Pfund zu Buche, abhängig von der gewünschten Größe.

Selbstverständlich ist die pot still ein »altmodisches Gerät«. Schon die Urahnen der heutigen Brenner haben den geschlossenen Topf (engl. pot) als Brenngerät (engl. still) genutzt. Diese Art der Destillation ist langwierig und arbeitsintensiv, folglich unwirtschaftlich. Hätten controllers in den distilleries das Sagen anstelle von Leuten mit Geschmack, wären die pot stills schon durch die Bank zu Modeschmuck umgehämmert worden. Wir würden uns dann freilich mit Malt Whisky höchstens die verspannten Schultern einreiben.

...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2005/4 Herbst (zum Abo-Service)

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