Ohne Wasser kein Wasser des Lebens

 

DAS OXID DES WASSERSTOFFS, H2O, BEGLEITET DEN WHISK(E)Y

Gerste, die zu Bier oder über eine Art von Bier zu Whisk(e)y werden soll, wird in der Mälzerei erstmals vom Menschen mit Wasser zusammengebracht. In der Folgezeit spielt das Naturprodukt Wasser beim Werden eines Whisk(e)ys dauernd mit, mal direkt , mal indirekt. Dass es unentbehrlich ist, bezweifelt ernsthaft niemand. Aber auf die Frage, wie stark sich das Wasser auf einen Whisky oder Whiskey auswirkt, gibt es noch unterschiedliche Antworten.

ein dash ins dram

Wasser sei das Beste, steht in der ›Olympischen Siegesliedern‹ Pindars. Es sei zum Waschen da, singt der lustige Volksmund. Und Spaßvögel lehnen das »Château La Tristesse« gern mit der Begründung ab, die Schöpfung habe den Homo sapiens nicht als Wassertrinker vorgesehen – sonst hätte sie nicht 97 Prozent allen Wassers auf Erden kräftig gesalzen … Tatsächlich sind nur 0,007 Prozent der ungefähr eineinhalb Milliarden Kubikkilometer Wasser unseres Planeten für den Menschen nutzbar; etwas mehr als die Hälfte davon verbrauchen wir auch wirklich. Im 20. Jahrhundert ist die Wasserentnahme mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die Weltbevölkerung.
Die Zeit könnte kommen, irgendwann, in der das natürliche Nass wirklich zu einem kostbaren Nass wird. Das Duschen würde in dem Fall ebenso zu einem Luxus wie das Bier und der Whisky oder Whiskey. Denn wo es an Wasser mangelt, kann nicht gebraut werden, und ohne Brauen gibt es auch kein ›uisge beatha‹.

Die Gründer von Brauereien und Brennereien wählten die Standorte für ihre Betriebe immer nach dem örtlichen Wasser: Das mußte sauber sein und reichlich fließen. Dass der Härtegrad des örtlichen Wassers in der Frühzeit des Brauens und Brennens entscheidend für die Platzwahl war, darf bezweifelt werden. Mit derlei Feinheiten gab sich damals noch niemand ab, außerdem waren die Auswirkungen des Wassers auf Bier oder Brand noch weitgehend unerforscht. Wichtig war einzig und allein, ob erstens genügend Wasser verfügbar und zweitens das Wasser sauber war. Die Herstellung von Whisk(e)ey ist nicht an die Beschaffenheit des Wassers gebunden:
Es gibt eine schlüssige Theorie für diese Behauptung: Die Siedler, die auf dem Kalksteingürtel von Kentucky mit hartem Wasser ihren Whiskey erzeugten, stammten mehrheitlich aus Schottland und Irland. In ihrer alten Heimat hatten sie das »Wasser des Lebens« überwiegend mit dem dortigen weichen Wasser erzeugt.

...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2006/4 Herbst (zum Abo-Service)

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