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Der Versuch, einemIinteressierten Islay zu schildern
Wo du auch hinhörst, wird von den Islay Malts geschwärmt. Da gibt es Leute, die können (fremde) Degustationsnotizen zu allen Inselmarken runterbeten und kennen das Kampfgewicht jeder distillery cat. Nur – auf Islay waren viele dieser Zeitgenossen noch nie. Sitzt du dann mit einem von denen zusammen, könnte es sein, dass du ihm diese berühmte Whisky-Insel schildern musst …
Islay? So ungefähr sechshundert Quadratkilometer Fläche, gute zweihundert Kilometer Küste, hundertfünzig Kilometer Straßennetz, knapp dreieinhalbtausend Einwohner. Das, mein Freund, ist Islay, die Insel, die du noch nie gesehen hast, deren Whiskys dir aber aber angeblich so gut schmecken, dass du sie allen anderen vorziehst. Ich fürchte, du kennst längst nicht alle Malts von Islay, sonst würdest du den Inselwhisky nicht pauschal als »torfig, rauchig, mit Jod-, Salz- und Seetangtönen« beschreiben …
Lass uns ein dram bestellen, hier an diesem Tresen, und ich werde versuchen, dir Islay zu beschreiben. Es wird ein unzureichendes Bild sein, das ich dir mit Worten male, aber vielleicht reicht es aus, dich so neugierig zu machen, dass du deinen nächsten Urlaub dort verbringen willst. Bring dann genug Zeit mit, du wirst jeden Tag brauchen.
Wir stellen uns vor, dass wir in Port Ellen von der Fähre gegangen sind. Ach, du hast schon von einem Malt namens Port Ellen gehört? Den gab es, und es sind sicherlich auch noch Bestände vorhanden, die noch für die eine oder andere limitierte Edition ausreichen. Doch die Brennerei dieses Namens existiert nicht mehr. Die warehouses, die ältesten Schottlands, werden aber noch genutzt. In ihnen reift der Lagavulin heran, und es findet sich hier vermutlich auch noch das eine oder andere Fass mit Malt der Port Ellen Distillery. Auch wenn die Brennerei des Hafenstädtchens längst stillgelegt und die Einrichtung demontiert ist, spielt Port Ellen noch eine wichtige Rolle auf der Whisky-Bühne von Islay: Seine Mälzerei, Port Ellen Maltings, versorgt die Brennereien auf der Insel (und die eine auf der Nachbarinsel Jura) mit dem nötigen Malz.
...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2007/2 Frühjahr (zum Abo-Service)
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