Das Eiland der Eigenwilligen

 

Im Dreisprung zu den Whiskeys der grünen Insel

Obelix, der dicke Gallier, würde mit dem Zeigefinger mehrfach an seine Stirn tippen und feststellen: "Die spinnen, die Iren!" Ähnlicher Meinung war auch der englische Dichter Chesterton, der die Gälen samt und sonders für bekloppt hielt, "denn alle ihre Kriege sind lustig und all ihre Lieder voller Trauer". Wer die Iren verstehen will, der muß ihre Geschichte studieren, ihre Insel bereisen und ihre Whiskeys trinken. Die Geschichte ist zu einem großen Teil traurig, die Insel ist zu einem großen Teil traumhaft schön. Und der Whiskey der Iren ist eine Geschichte für sich - eine Geschichte von Triumphen und Niederlagen.


Irland

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Zwei Stunden werde er wohl brauchen bis nach Bushmills, schätzt der Fahrer am Flughafen von Belfast. Als er hört, daß wir nur des Whiskeys wegen hier sind, sagt er viele Meilen lang überhaupt nichts mehr. Erst kurz hinter Portrush möchte er wissen, ob wir schon »im Süden« waren. Nein, wir beginnen unsere Uisce-beatha-Tour im Norden. Ob wir alle Brennereien besuchen wollen, fragt er. Aber ja doch. Da seien wir allerdings sehr schnell durch mit der Insel, stellt er fest und schweigt wieder. Erst vor dem Hotel ringt er sich erneut ein paar Worte ab: Fahrpreis, Dank für den Tip und ein Slán Leat! Weshalb wünscht er uns »alles Gute«? Hält er uns etwa für bemitleidenswerte Omadhauns, weil wir anscheinend nur zum Trinken herkamen?

Es ist noch genügend Zeit für einen Spaziergang zum Giant´s Causeway. Der »Damm des Riesen« besteht aus etwa 37.000 hexagonalen, 60 Millionen Jahre alten Basaltsäulen, die in der Tat aussehen, als hätte sich ein Gigant einen Pfad Richtung Islay anlegen wollen. Genug der Natur für heute - die Bar des Hotels Old Bushmills Inn lockt: Sie hat sich von der benachbarten Brennerei ein eigenes Faß füllen lassen und kann zudem mit sämtlichen Raritäten der Old Bushmills Distillery dienen.

...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter Heft 2004/3 Sommer! (zum Abo-Service)

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