Ohne Holz keine Reifung - Fässer prägen Destillate

 

Entwicklungshelfer

Ein Toast auf die Küfer! Denn würden die nicht immerfort neue Fässer herstellen und die alten ausbessern, hätten wir weniger Freude an den Whisk(e)ys und den vielen anderen Spirituosen.


Vergrößerung

Jedes Destillat, das aus der Brennblase tröpfelt, ist so klar wie Wasser und alles andere als ein Genuß. Es geht dem Normaltrinker durch den Hals wie eine Feile, nachdem es ihm zuvor beim Schnuppern schon heftig die Nasenschleimhäute reizte. Nur jene Leute, die sich von Berufs wegen oder als begeisterte Amateure dauerhaft und intensiv mit hochprozentigen Genüssen befassen, vermögen bei der ersten Begegnung mit dem "Baby" schon zu sagen, ob einmal etwas Großes aus ihm werden könnte. Ohne Gewähr freilich: Denn ob aus einem frischen Destillat einmal ein grandioser Whisk(e)y wird oder nur ein mittelmäßiger, hängt zu einem sehr großen Teil von seiner "Kinderstube" ab. Die Erziehung vom ungehobelten Rauhbein zur reifen Spirituose ohne Fehl und Tadel findet im Faß statt. Niemand will die Verdienste der Mälzer schmälern, die Gerste in das für jeden Whisk(e)y nötige Malz verwandeln, niemand die der "Brauer", die jene bierähnliche Flüssigkeit bereiten, die zu Whisk(e)y destilliert wird, und auch niemand die der Destillateure. Dennoch - alle diese Beteiligten geben dem Destillat lediglich die "Erbanlagen" mit - was draus wird, entscheidet sich erst im Laufe der Zeit im warehouse. Kenner der Materie sagen...

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