Whisk(e)y-Rohstoff Wasser

 

Die Natur als Lieferant

Am Werden des Whisk(e)ys sind alle vier Elemente beteiligt. Die Erde liefert das Getreide. Beim Reifen wirkt Luft maßgeblich auf die Destillate ein. Mit Feuer wird Gerste gemälzt, werden die stills beheizt. Wasser ist vom Anfang bis zum Schluß im Spiel. Bleibt die Frage nach der Bedeutung seiner Rolle.


Heidekräuter und Torf wirken sich auf manches schottische Wasser aus.

Vergrößerung

Brennereien liegen fast immer außerhalb der Städte, irgendwo "am Land". wie man das in Österreich bezeichnen würde, in Tälern zumeist, wie die Vielzahl an Whiskys mit der Vorsilbe "Glen-" (gälisch für Tal) beweist. Selbst das Industriezeitalter bewog keinen De-stillateur zum Umzug in eine Stadt. Sie blieben alle an der Quelle.
Das ist wörtlich zu verstehen. Bevor ein Schotte oder Ire in seinem Land oder irgendein emigrierter Europäer jenseits des Atlantiks seine still aufstellte, um zu destillieren, suchte er nach Wasser, sauberem Wasser, das möglichst niemals versiegen würde. Denn in den Städten, wo sich die Menschen ballten, Dreck machten und hinterließen, war das Wasser oft schmutzig, nicht selten sogar verseucht - also unbrauchbar für den Zweck, erst eine Art Bier zu brauen und dieses mittels der Verdichtung zu einem hochprozentigen "Wasser des Lebens" zu befördern.
Wasser wird benötigt, um Gerste zu mälzen, also bereits in der Vorstufe des Brauens, das wiederum die Vorstufe der Destillation ist. Die Gerste muß einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 45 Prozent haben, damit Enzyme aktiv werden und Keime treiben. Deshalb wird das Getreide für zwei bis drei Tage in Wasser eingeweicht. Weil aber die wenigsten Destillerien...

...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter 4/2001 ! (zum Abo-Service)

zurück