| Das Gold der Grünen Insel
Die Iren brennen drei Arten von Whiskey und machen daraus vier Sorten Whiskey. Stimmt. Die Iren brennen dreifach. Trifft in neunzig Prozent der Fälle zu. Viele der Irish Whiskeys sind Blends. Ja, weil die tragende Säulen des Geschäfts sind. Doch darüber wäre der Klassiker Pure Pot Still Whiskey fast in in Vergessenheit geraten.
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Cooley bereichert den Markt mit einer breiten Palette von Whiskey-Marken. Neben Malts und Blends füllt die Destillerie auch Single Grain ab.
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Die reinsten Stehaufmännchen sind sie, diese Iren. Sie haben Hungersnöte überstanden und einen Bürgerkrieg, Usurpatoren und eine bestialische Hungersnot. Sie haben unter Armut gelitten, die so viele von ihnen von der schönen Insel vertrieb, daß mittlerweile in Amerika viermal soviele Iren leben wie in der alten Heimat. Dennoch: Die Iren singen gerne, lieben ihr tiefdunkles Stout, übertrumpfen sich beim Aufsagen originellster Trinksprüche und brennen unverdrossen ihren Whiskey.
Ach ja, der irische Whiskey. Dieser dreimal Gebrannte, der immerfort als ölig, duftig, weich und mild beschrieben wird. Iren haben grüne Augen, rote Haare und viel Durst. Ihr Whiskey ist immer ein Blend und stets ölig, duftig und so weiter und so fort. Man sollte sich keinen Fiedlerfurz um solche Klischees scheren, wie der Onkel von Frank McCourt zu sagen pflegte, jenes Mannes, der als bettelarmer Bursche von Limerick (woher denn sonst) nach Amerika (wohin denn sonst) auswanderte und viel, viel
später seine Erinnerungen in dem wunderbar zu lesenden Buch mit dem Titel »Die Asche meiner Mutter« niederschrieb. Aber was tun wir, statt uns keinen Fiedlerfurz ...
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