Wie der Bourbon Whiskey wird, was er ist

 

Der Kolbenfresser

Ein Gebirge von Maiskolben wird Jahr für Jahr von den gelben Körnern befreit, damit der Bedarf an Bourbon gedeckt werden kann. Wie aus dem »Indian Corn« und weiterem Getreide der meistverkaufte Whiskey der Neuen Welt erzeugt wird, lesen Sie auf diesen Seiten:


Feuerzauber: Das Ausflammen der Fässer diente in der Anfangszeit der Desinfektion; die Kohleschicht gibt dem Bourbon Whiskey Farbe und das typische Karamel-Vanille-Aroma.

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Glaubt einem zwar fast keiner, es ist aber so: Der Bourbon ist von den »klassischen« Whisk(e)ys der jüngste! Das hochprozentige Aushängeschild der Vereinigten Staaten von Amerika wurde erst 1964 (!) amtlich definiert und als Whiskey-Typ neben dem längst offiziell anerkannten Straight Rye und dem bereits 1941 von den US-Steuerbehörden als eigenständig registrierten Tennessee Whiskey festgeschrieben. Zwar wurde viel früher schon Bourbon nach heutiger Art hergestellt, aber eben ohne die rechtliche Verpflichtung, sich an genaue Vorgaben zu halten. Die erste dieser Vorgaben betrifft den Rohstoff. Mais muß die Maische dominieren. Mindestens 51 Prozent müssen die Körner dieser Getreidepflanze, die botanisch zu den Süßgräsern zählt, in jener Mischung ausmachen, die im vergorenen Zustand gebrannt wird. Im Höchstfall darf das »Indian Corn« (maize sagen die Amerikaner) 80 Prozent der Maische ausmachen; ein höherer Maisanteil ergibt nur noch einen Corn Whiskey.

Im Schnitt macht der Mais knapp drei Viertel der Getreidemischungen aus, die in der üblichen mash bill vorgesehen sind. So wird jenes »Rezept« bezeichnet, auf dem jede Bourbon-Marke basiert. Ein paar dieser mash bills sind identisch: Das Verhältnis 75 : 13 : 12 für die jeweiligen Anteile von Mais, Roggen und Gerstenmalz wird zum Beispiel von Jim Murray in seinem lesenswerten Buch

...lesen Sie weiter im Whisky-Botschafter 8/2003 ! (zum Abo-Service)

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