Bayern und anderen Biertrinkern werden die Tränen kommen, wenn sie hier erfahren, wie viel guter Gerstensaft buchstäblich verdampft wird, damit wir mit Malt Whisk(e)y gefüllte Flaschen kaufen können. Aber schließlich kann nur aus viel Gutem eine akzeptable Menge an Ausgezeichnetem werden.
Scheint ja ganz einfach zu sein: Wenn eine alkoholische Flüssigkeit erhitzt wird, steigt als erstes der alkoholische Dampf auf. Denn der berauschende Stoff, den die Chemiker C2H5OH zu nennen pflegen, siedet schon bei 78,3°C, das schiere Wasser aber erst bei 100. So brauche ich also lediglich den ersten Dampf abzufangen, durch Abkühlen wieder zu verflüssigen ? schon habe ich Schnaps aus dem Rohstoff, den ich zuvor vergären ließ ?
? einen Brummschädel werde ich nach dem Konsum dieses ?Hausbrandes? auch haben, wenn nicht sogar Schlimmeres. Denn zwischen einfacher Theorie und komplizierter Praxis tun sich gerade beim Brennen abgrundtiefe Fallgruben auf. Wenn nicht Aldehyde, Fuselöle und andere unerwünschte Stoffe aus unserem Ethylalkohol (das ist der Trinkbare aus der weitläufigen Alkoholsippe) eliminiert werden, hat das für den Schlucker ziemlich sicher schlimme Folgen.