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Schleuse für die starken Wässer

Die Ersten Spuren des schottischen Whiskys: Inseln und Westküste Über die Irische See kam nicht nur das Christentum zu den Schotten, sondern auch die Destillation. Die ersten ?strong waters? des Landes wurden folglich wohl auf den Inseln vor der Westküste gebrannt. Doch nicht allein als ?Wiege des Whiskys? sind die Inneren Hebriden und das Westliche Hochland den Besuch wert: Faszinierende Landschaften und viele Spuren der Vergangenheit sind weitere Anziehungspunkte. Karl Rudolf führt uns durch diese Region.
Die Schotten reklamieren für sich die Urheberschaft am ?uisge beatha? aus gemälztem Getreide. Die Iren bestreiten das und verweisen auf eine längere Erfahrung im Brennen, können aber ? im Gegensatz zu den Scots ? keinen schriftlichen Beweis dafür vorlegen, der sie als Wegbereiter einer Spirituose bestätigen würde, die ungefähr dem heutigen Whisk(e)y entspricht. Unbestritten ist jedoch, dass auf der Grünen Insel schon früher ?strong waters? erzeugt wurden als im Norden der größeren Insel jenseits der Irischen See: Als englische Truppen 1170 in Irland einfielen, sollen sie in verschiedenen Klöstern dort bereits Brennereien vorgefunden haben. Wer die Wurzeln des Scotch Whisky sucht, ist auf den Inneren Hebriden und an der Westküste zweifellos an der richtigen Stelle. Denn über die Irische See kam nicht nur das Kreuz zu den Schotten, sondern auch die Fertigkeit, Alkoholisches durch Eindampfen zu einem ?strong water? zu befördern: Vom Westen aus verbreitete sich das ?uisge beatha? über Schottland ? die Inseln und die Küste dürfen als ?Schleuse? gelten für die Urformen jenes Schnapses, den wir heute als Whisky schätzen.