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Dublin ? Zu Besuch in der irischen Hauptstadt

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Dublin als Stadt völlig veraltet. Die Modernisierung begann zunächst sehr zaghaft Anfang der 1960er Jahre. Aber erst in den letzten zehn Jahren ist Dublin zu dem geworden, was es heute ist ? eine europäische Metro­pole, deren Fortschritt vor allem durch hohe Investitionen in die Infrastruktur sowie durch einen großen wirtschaftlichen Aufschwung getragen wurde. Wir haben uns umgesehen.
Dublin liegt an der Ostküste der Insel Irland, an der Mündung des Flusses Liffey in die Dublin Bay. Sie ist Hauptstadt Irlands und gleichzeitig auch die größtes Stadt des Landes: Innerhalb der Stadtgrenzen leben offiziell etwa 500.000 Einwohner, fast ein Drittel der gesamten Bevölkerung Irlands lebt in der ­näheren Umgebung Dublins.
Die Liffey teilt Dublin in den ärmeren Nordteil (Northside) und den eher wohlhabenden Süden (Southside), wobei diese Unterteilung heute weniger scharf ist als in früheren Jahrzehnten. Die Innenstadt erhält ihre Struktur durch das Kreuz aus dem Fluss Liffey mit seinen zahlreichen Brücken und der Hauptachse O‘Connell Street – Grafton Street – ­
Harcourt Street. Hier liegen die meisten Kaufhäuser, aber auch das Trinity College und der Sitz der Landesregierung. Die Straßenzüge im typisch Georgianischen Stil findet man vor allem im Gebiet um den Merrion Square im Südwesten der City. Umschlossen wird dieses Gebiet von der North Circular Road und der South Circular Road. Das eigentliche Stadtzentrum ist klein und kann sehr gut zu Fuß erkundet werden.
In Dublin befindet sich der Sitz der irischen Regierung. Die offizielle ­Residenz des irischen Präsidenten ist Áras an Uachtaráin, ein Gebäude, das sich im Phoenix Park befindet. Die zwei Kammern des irischen Parlaments tagen im Leinster House.
Das Four Courts ist das wichtigste Gerichtsgebäude Irlands. Es beherbergt den Supreme Court, den High Court sowie den Central Criminal Court der Republik Irland.
Kulturell hat sich Dublin in den letzten Jahren auf Grund des Wirtschaftsaufschwungs sehr stark weiterentwickelt. Neben dem vor allem bei den zahlreichen Touristen bekannten Viertel Temple Bar haben sich auch in der restlichen Innenstadt, besonders entlang der Liffey, neben den traditionellen Pubs neue und angesagte Bars, Nachtclubs und Restaurants etabliert.

Eine Stadt mit Geschichte – wichtige Stationen

Dublin ist bereits seit dem 12. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel. Nach der normannischen Invasion Irlands wurde Dublin Hauptstadt und löste damit den Hill of Tara ab. In diese Zeit fällt auch der Bau­beginn des Dublin Castle. Während der ­Periode der „Lordship of Ireland“ (1171–1541) etablierte sich Dublin als Hauptstadt Irlands.
Im 17. Jahrhundert expandierte die Stadt rapide. Die „Wide Streets Commission“ plante die noch mittelalterlich geprägte Stadt grundlegend neu und legte unter anderem ein Netz aus breiten und modernen Straßen an. Das georgianische Dublin war zweitweise sogar die zweitgrößte Stadt des britischen Empires, und ein Großteil der besten Architektur, die man heute noch sehen kann, geht auf diese Zeit zurück.