
Die Liffey teilt Dublin in den ärmeren Nordteil (Northside) und den eher wohlhabenden Süden (Southside), wobei diese Unterteilung heute weniger scharf ist als in früheren Jahrzehnten. Die Innenstadt erhält ihre Struktur durch das Kreuz aus dem Fluss Liffey mit seinen zahlreichen Brücken und der Hauptachse O‘Connell Street – Grafton Street –
Harcourt Street. Hier liegen die meisten Kaufhäuser, aber auch das Trinity College und der Sitz der Landesregierung. Die Straßenzüge im typisch Georgianischen Stil findet man vor allem im Gebiet um den Merrion Square im Südwesten der City. Umschlossen wird dieses Gebiet von der North Circular Road und der South Circular Road. Das eigentliche Stadtzentrum ist klein und kann sehr gut zu Fuß erkundet werden.
In Dublin befindet sich der Sitz der irischen Regierung. Die offizielle Residenz des irischen Präsidenten ist Áras an Uachtaráin, ein Gebäude, das sich im Phoenix Park befindet. Die zwei Kammern des irischen Parlaments tagen im Leinster House.
Das Four Courts ist das wichtigste Gerichtsgebäude Irlands. Es beherbergt den Supreme Court, den High Court sowie den Central Criminal Court der Republik Irland.
Kulturell hat sich Dublin in den letzten Jahren auf Grund des Wirtschaftsaufschwungs sehr stark weiterentwickelt. Neben dem vor allem bei den zahlreichen Touristen bekannten Viertel Temple Bar haben sich auch in der restlichen Innenstadt, besonders entlang der Liffey, neben den traditionellen Pubs neue und angesagte Bars, Nachtclubs und Restaurants etabliert.
Eine Stadt mit Geschichte – wichtige Stationen
Dublin ist bereits seit dem 12. Jahrhundert die Hauptstadt der Insel. Nach der normannischen Invasion Irlands wurde Dublin Hauptstadt und löste damit den Hill of Tara ab. In diese Zeit fällt auch der Baubeginn des Dublin Castle. Während der Periode der „Lordship of Ireland“ (1171–1541) etablierte sich Dublin als Hauptstadt Irlands.
Im 17. Jahrhundert expandierte die Stadt rapide. Die „Wide Streets Commission“ plante die noch mittelalterlich geprägte Stadt grundlegend neu und legte unter anderem ein Netz aus breiten und modernen Straßen an. Das georgianische Dublin war zweitweise sogar die zweitgrößte Stadt des britischen Empires, und ein Großteil der besten Architektur, die man heute noch sehen kann, geht auf diese Zeit zurück.









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