
Das Hirn schiebt die Düfte hin und her, versucht sie irgendwo einzuordnen: Speyside? Irland? Kentucky? Vergiss es! Gerade das wollten die Schöpfer des in Fassstärke von 55,7% abgefüllten Raritas Diaboli vermeiden: Dass der Genuss gestört wird durch Vergleichen. Schmecken soll dieser Whisky und nicht Prüfstein sein für das Wissen um die nationalen und regionalen Eigenheiten des uisge beatha. Deshalb haben sich die Vertreter der drei Firmen Slyrs Destillerie, Deibel Consultants und Irisch Lifestyle verpflichtet, das Geheimnis um ihre Kreation zu wahren. Anfragen sind zwecklos.
Am Gaumen zeigt der unverdünnte Whisky seine Stärke: kräftig – dennoch unverkennbar süß und fruchtig. Noch nicht einmal die leichten Kräuter- und Gewürzaromen werden vom Alkohol überdeckt; Ein wenig Wasser lässt sie sogar noch stärker auftreten. Der pure wie der (etwas!) verdünnte Whisky vermittelt ein weiches, angenehm samtiges Mundgefühl. Wasser verstärkt diesen höchst angenehmen Eindruck sogar noch.
Florian Stetter (dem von hier aus gewünscht wird, dass seine Genesung weiterhin gut und schnell verläuft!), Inhaber der Slyrs Destillerie, Claudius Elsenberger und Jürgen Deibel hatten sich im Herbst 2007 auf ein dram am Schliersee getroffen. Als die Idee, einen ungewöhnlichen Whisky zu schaffen, erst einmal zum Plan geworden war, gab jeder aus dem Trio das Seine dazu: Florian Stetter respektive sein Slyrs-Brennmeister Johann Ke¬menater die Praxis, Jürgen Deibel das Wissen um die Welt der Whisk(e)ys und Claudius Elsenberger die Erfahrung in Vertrieb und Marketing.
Der Gedanke war so schlicht wie genial: verschiedene Whisk(e)y-Welten in einer Flasche vereinen, statt sie einander gegenüberzustellen, wie das im allgemeinen ja gang und gäbe ist. Das Ganze unter der merkenswerten (!) Devise: „Das Einzige, was wirklich zählt, ist der persönliche Geschmack!“ Deshalb wird auch nie jemand außer den genannten Schöpfern erfahren, welche Whisk(e)ys welchen Alters aus welchen Destillerien in welchem Verhältnis zum non-chill filtered Raritas Diaboli vermählt wurden. Noch einmal: Anfragen sind zwecklos.









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