
Heute ist Inverness eine moderne Stadt, mit allem was dazugehört: Pubs, Museen, und Einkaufsmeilen gibt es genauso wie Bausünden aus den 1960er Jahren, denen einige historische Gebäude der Stadt zum Opfer fielen. Je nach Zählweise leben im modernen Inverness zwischen 40.000 und 60.000 Menschen. Genauer kann man es nicht fassen, denn der Ort hat keine festgelegten Stadtgrenzen und ist auch erst seit 2001 „City“.
Für Touristen und Romantiker ist ein Besuch der Statue von Flora Macdonald Pflicht, jene Frau, die Charles Edward Stuart (Bonnie Prince Charlie) bei seiner Flucht nach der verlorenen Schlacht von Culloden zunächst auf der Insel Skye versteckte und ihm dann, getarnt als Zofe, zur Flucht nach Frankreich und schließlich nach Rom verhalf. In den Sommermonaten lässt sich in den Abendstunden vor Floras Statute gewöhnlich ein Dudelsackspieler belauschen.
Historisches
Die Geschichte der Stadt war - wie so oft - durchaus auch von Gewalt geprägt. Als Scheideweg in den Süden und Tor zu den nördlichen Gefilden Schottlands trafen hier immer wieder diverse Clans aufeinander. Dem Clan Donald wird nachgesagt, die Stadt nicht weniger als sieben Mal niedergebrannt zu haben. Und auch Schottlands Liebling, der schon erwähnte katholische Bonnie Prince Charlie, hinterließ Spuren: Er zerstörte das Fort von Inverness. Am Vorabend der Schlacht von Culloden nahm er übrigens Quartier in Culloden House, das heute ein nobles Hotel für wohlhabende Gäste ist (mit einer guten Whiskyauswahl).
Auch Mary Queen of Scots verewigte sich in der Stadt: Im Jahre 1562 machte sie hier während einer Kampagne gegen einen Aufstand in Huntly Halt. Man wollte sie allerdings nicht ins Schloss lassen, denn der Gouverneur der Stadt gehörte zu den Aufständischen, was ihn wenig später den Kopf kostete. Mary war nachtragend…









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