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Nur Haggis im kulinarischen Schottland?

Oh nein! Die Speisekarte im Land der Dudelsackpfeifer ist umfangreicher als man vermuten möchte. Was also kocht und brutzelt man auf den Hügeln und in den Tälern im Norden Britanniens? Man weiß es längst – Geflügel wie Moorhuhn und Fasan; aus den Küstengewässern kommen Hummer und Muscheln, oder Forellen aus den klaren Bächen des Landes und Lachs. Der vor den Steilküsten ins Netz gegangene soll der beste der Welt sein. Nicht zu vergessen das Fleisch der Aberdeen Angus-Rinder, das des Rotwilds aus den Wäldern wie auch das der Schafe, die sich nicht allein durch ihre Wolle, sondern auch mit „Hotchpotch“, dem landestypischen Eintopf, einen Namen gemacht haben. Über all dem aber schwebt Haggis, das schottische Nationalgericht: vielgeschmäht, aber auch hochbejubelt. Robert Burns, dessen 250. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern konnten, nannte ihn den „König in der Würstewelt“. Der schottische Troubadour würdigte Haggis in einem langen Lobgesang, dessen letzten Vers wir aus gegebenem Anlass hier zitieren wollen:

„Ihr Mächte, die ihr im Himmel verkehrt,
Und den Menschen den Speisezettel serviert,
Ein Schotte hat Fraß noch nie verzehrt,
der bloß ein Dreck ist;
Drum wünscht ihr, dass er euch verehrt,
gebt ihm ’nen Haggis!“

 


Kochen im Kilt – Kroll
...mit Vornamen Horst. Jener Whisk(e)y-Verehrer, der auf seiner Burg hoch über dem Hunsrückstädtchen Kirn mit Hilfe von Prof. Walter Schobert ein Whiskymuseum eingerichtet hat. Unter Insidern ist bekannt, dass er eine fulminate Auswahl an „uisge beatha“ im offenen Ausschank für interessierte Gäste bereit hält. Es sind wohl mehr als 400. Aber in den Kellerregalen schlummern noch weitaus mehr...
„McKroll“ ist aber nicht nur der Säulenheilige im Hunsrück – auch die „deutschen Highlands“ genannt – in Sachen „uisge beatha“. Am Rande des verträumten Bierstädtchens Kirn outet er sich auch als ein begabter Koch. Dieses kulinarische Handwerk hat er von der Pike auf gelernt und weiterentwickelt. Der Impuls, wie man beim Kochen mit Whisky umgeht, kam aus ihm selbst, inspiriert durch intensiven Umgang mit den Destillaten. So hat er für uns aus seinem Single Malt Repertoire drei schöne Gänge zubereitet. Die Rezepturen sind für jeweils 4 Personen gedacht