Getreide, Geschichte und Geduld
Whiskys aus dem Westen Deutschlands
Von der Eifel bis nach Ostwestfalen, vom Niederrhein bis ins Sauerland spielt Getreide seit jeher eine zentrale Rolle – als landwirtschaftliches Kulturgut und als Grundlage einer tief verwurzelten Brenntradition. Whisky ist eine Weiterentwicklung der eigenen Tradition – gewachsen aus Korn, Handwerk und regionaler Identität. Dabei ist der Westen keine homogene Whiskylandschaft, sondern ein Geflecht unterschiedlicher Prägungen. Hier treffen landwirtschaftliche Weite und industrielle Geschichte aufeinander, traditionsreiche Kornbrennereien auf Manufakturen mit internationalem Anspruch. Manche von ihnen denken Whisky konsequent aus der eigenen Kornkultur, andere interpretieren ihn als handwerkliche Nische zwischen Brauerei, Obstbrennerei oder unabhängiger Abfüllung schottischer Whiskys.
Münsterländer Lagerkorn als Brücke zwischen Korn und Whisky
Im Münsterland hat Korn Geschichte. Über 700 Brennereien soll es hier einst gegeben haben. Die Feinbrennerei Sasse versteht sich als Teil dieses Erbes und zugleich als dessen Weiterentwicklung. Mit dem „Lagerkorn“ hat das Haus ein Produkt geschaffen, das oft als Brücke zum Whisky beschrieben wird – sich selbst jedoch nicht in dieser Rolle sieht. „Für uns ist Lagerkorn eigenständig“, erklärt Rüdiger Sasse. „Unser Anspruch ist ein Destillat, das aromatisch komplex und im Charakter unverwechselbar ist. Da Korn in unserer Region klassisch mit 32 % vol. getrunken wird, bringt Lagerkorn von Natur aus weniger alkoholische Schärfe mit. Gleichzeitig liefert es genug Struktur und Ausdruck, um im Glas spannend zu bleiben. Diese Balance unterscheidet ihn von beidem – Korn und Whisky.“ Technisch unterscheidet sich der Lagerkorn in entscheidenden Punkten vom klassischen Whisky. Während beim Whisky lediglich die Würze vergoren wird, wird beim Korn das gesamte Korn vergoren. „Dadurch entsteht von Beginn an ein breiteres Aromenspektrum“, so Grawe. Den Hausstil von Sasse prägen Cognacfässer, die direkt aus der Region Cognac bezogen werden. Dass sich damit auch eingefleischte Whiskyfans überzeugen lassen, zeigt die Praxis bei Verkostungen: „Spannend ist es, wenn wir die Gläser vertauschen, ohne es anzukündigen. In den meisten Fällen merkt es niemand sofort – und nach der Auflösung haben wir oft einen neuen Fan.“ Der Sasse Lagerkorn steht damit exemplarisch für eine westdeutsche Besonderheit: Er ist kein Whisky – und will es auch nicht sein.
Pflaumenholz als Akzent des Münsterlands
Weiter östlich, etwa eineinhalb Stunden Fahrtzeit entfernt, zeigt sich, wie vielfältig die Münsterländer Whiskytradition ist. Hier übersetzt die Brennerei Druffel eine über 225 Jahre alte Kornbrandtradition in einen eigenständigen Single Malt. Die Idee dazu entstand 2007 nach einer Whiskyreise nach Schottland. „Hier wurden mir die vielen Parallelen zwischen der Whiskyproduktion und unseren Möglichkeiten in der Brennerei bewusst“, erinnert sich Jochen Druffel. „Wir haben hier bei uns im Münsterland aber keinen Torf wie in Schottland. Allerdings werden in unserem kleinen Dorf neben Getreide auch viele Pflaumen angebaut. Als im Obstbau ältere Bäume ersetzt wurden, entstand der Gedanke, aus Pflaumenholz eigene Fässer für unseren Whisky fertigen zu lassen.“ Drei Jahre musste das Holz trocknen, bevor 2010 die ersten Pflaumenholzfässer mit Malzdestillat befüllt werden konnten. Ein Großteil des Whiskys lagert in amerikanischer Eiche. Daneben kommen auch Oloroso-Sherryfässer, Rotweinbarriques, Bourbon- und ehemalige Islay-Casks zum Einsatz. Zusätzlich reift ein Teil im Pflaumenholz und bringt eine feine, fruchtige Note ein, die dem Druffel-Whisky seine eigene Handschrift verleiht, ohne ihn zu dominieren. Gebrannt wird auf der historischen Technik der Kornbrennerei, auf der verschiedene Gerstenmalzsorten zweifach destilliert werden. „Unser Ziel ist es, kräftige, aber dennoch milde Whiskys zu destillieren“, erklärt Jochen Druffel. „Wir haben aktuell zwei unterschiedliche Geschmacksrichtungen im Verkauf: Einen Whisky mit Rotweinfassfinish und einen Whisky mit Rauchnote als Islay-Cask-Finish.“
Whisky aus dem Eiskeller
Unweit von Aachen, in einem Betrieb, der seit 1828 sowohl braut als auch brennt, verschränken sich Bier- und Brenntradition auf ganz natürliche Weise. Bei Lambertus Bräu & Brand war die Destillation nie ein später Zusatz, sondern von Beginn an fester Bestandteil des Hauses. Neben Bier entstanden hier über Generationen hinweg Getreidedestillate – darunter auch ein zwölf Jahre gereifter Lagerkorn. Vor diesem Hintergrund erscheint der Schritt zum Single Malt beinahe folgerichtig. „Nehmen wir nun diese traditionsgeladenen Kompetenzen zusammen: die Malzverarbeitung, die Getreidedestillation, die Holzfasslagerung – da drängt sich die Herstellung eines Single Malts quasi auf“, erklärt Lennart Jacobsen. Im Mittelpunkt steht heute die Einzelfassabfüllung des Lambertus Single Malts, überwiegend gereift in First-Fill-Weinfässern aus Frankreich. Von Beginn an setzte man auf Geduld. Der erste Whisky wurde erst nach zehn Jahren Lagerung entnommen, inzwischen nähern sich viele Fässer einer Reifezeit von vierzehn Jahren. Die Reifung erfolgt an einem besonderen Ort: im ehemaligen Eiskeller der Brauerei. Sechs Meter unter der Erde, bei konstant kühlen Temperaturen und minimalen Schwankungen, lagern die Fässer in Ruhe. Was früher der Kühlung des Brauprozesses diente, ist heute prägend für die Entwicklung des Whiskys. Der Name „Eiskeller-Whisky“ ist daher mehr als ein Etikett – er verweist auf einen historischen Raum, in dem sich Brauerei- und Brennereigeist bündeln.
Vom unabhängigen Abfüller zum eigenen Destillat
Wenn im Westen Deutschlands über Getreide und Fassreifung gesprochen wird, führt kein Weg an Westfalen vorbei. Doch während im Münsterland die Korntradition im Mittelpunkt steht, ist es in Paderborn ein Projekt, das sich bewusst aus der Faszination für schottischen Whisky entwickelt hat: The WESTFALIAN. Hinter der Marke steht niemand Geringeres als Thomas Ewers, Gründer von „Malts of Scotland“ und unabhängiger Abfüller mit internationalem Renommee. Lange Zeit war sein Maßstab schottischer Whisky – kompromisslos in der Fassauswahl, unverwechselbar in der Reifung und klar im Qualitätsanspruch. Ein eigener deutscher Whisky war lange kein Thema. Erst als sich 2011 die Regularien für Scotch änderten und eine Lagerung außerhalb Schottlands nicht mehr möglich war, entstand eine neue Perspektive: Wenn in Paderborn ohnehin Lagerhäuser existieren – warum dort nicht auch ein eigenes Destillat zur Reife bringen? Was folgte, war eine strategische Entscheidung mit Langzeitanspruch. Gemeinsam mit Brennmeister Wilhelm Northoff entwickelte Thomas Ewers einen New Make, der sich stilistisch an klassischen schottischen Vorbildern orientiert, zugleich aber eigenständig bleiben sollte. Seit 2012 reifen die Fässer in Paderborn. Circa 1000 sind es mittlerweile. Eine klassische Core Range sucht man vergeblich. Abgefüllt wird ausschließlich als Einzelfass und nur dann, wenn das jeweilige Fass überzeugt. Dass das Fassmanagement dabei eine zentrale Rolle spielt, überrascht kaum. Als unabhängiger Abfüller hat Thomas Ewers jahrzehntelange Erfahrung mit der Bewertung und Auswahl unterschiedlichster Fässer. Stilistisch bleibt Thomas Ewers mit seinen westfälischen Whiskys offen: Neben Single Malts entstehen auch Peated Single Malts, Single Grains, Rye- und Corn-Whiskeys. 2025 konnte der erste zwölfjährige Single Malt Whisky abgefüllt werden – ein fassstarker Single Malt aus einem ehemaligen Glenfiddich Bourbon Fass, nachdem bereits 2024 der erste zwölfjährige Single Grain abgefüllt wurde. The WESTFALIAN steht für die Erfahrung von Thomas Ewers, der weiß, was ein gutes Fass leisten kann. In Paderborn reift ein Whisky, der sich über Stilistik und Fassqualität definiert – westfälisch im Ursprung und zugleich international im Anspruch.
Die Habbel-Story: Der Weg zum Hillock German Single Malt
Vom Firmensitz der Destillerie und Brennerei Heinrich Habbel in Sprockhövel, am Rande des Bergischen Landes, sind es nur noch wenige Schritte zum „Ruhrpott“. Der abseits der Straße gelegene Backsteinbau der Brennerei ist typisch für diese Gegend, die trotz landwirtschaftlicher Basis früher von Werkstätten, Bandwebereien, Manufakturen und Kleinbetrieben geprägt war. In dieser Gemengelage produziert Habbel bis heute eine Vielzahl von traditionellen und regionalen Schnäpsen und Likören, so wie man sie in dem großen Einzugsgebiet zwischen Wupper, Rhein, Ruhr und Ennepe gerne mag. Doch das aktuelle Sortiment ist viel umfassender und lässt wahrlich keine Wünsche offen. Doch schon in den 80ern machte sich Enkel Michael Habbel auf, die Spirituosenauswahl um edle Obstbrände, feine Destillate und Spitzenliköre zu erweitern. Mit stetig wachsendem Erfolg und Anerkennung seitens Kunden und Wettbewerbs-Jury. Das Bergische ist das Land der Tüftler, die nicht aufgeben. Auch dieser Wesenszug schlägt sich in den Brennerei-Erzeugnissen nieder. In den letzten Jahren feiert man aber vor allem mit Whisky und anspruchvollen Obstbränden Erfolge. Die Brennerei wurde bereits mehrfach durch den Whisky-Botschafter ausgezeichnet und erhielt die Auszeichnung u.a. für Deutschlands ältesten Whisky, den Michael Habbel im Jahre 1977 destilliert und bis ins neue Jahrtausend gelagert und gepflegt hatte.
Whisky aus dem Land der tausend Berge
Vom Ruhrgebiet führt der Weg weiter südlich ins Sauerland – ins „Land der tausend Berge“, wo Wälder, Höhenzüge und klare Luft das Landschaftsbild prägen. In Kallenhardt, untergebracht in einem ehemaligen Sägewerk, entsteht hier ein Whisky, der seine Herkunft schon im Namen trägt: Thousand Mountains. Wie in vielen Brennereien der Region setzt man auch in der Sauerländer Edelbrennerei auf eine eigene Interpretation des Whiskys. Grundlage ist Gerste aus der Region: Für den Single Malt werden unterschiedliche Sauerländer Sorten kombiniert, um eine milde, fruchtbetonte Aromatik mit Honignoten zu erzielen. Der Anspruch ist klar formuliert: ein Whisky, der das Sauerland geschmacklich widerspiegelt – weich, klar und zugänglich. Besonderes Gewicht legt die Brennerei auf die Fermentation und das Brennverfahren. Mit eigens angepasster Technik wird zwischen klassischem Pot-Still-Verfahren und fraktionierter Destillation gewechselt, um unerwünschte Begleitstoffe gezielt zu reduzieren und die gewünschten Aromen zu konzentrieren. Der New Make ist entsprechend sauber und strukturiert, eine Voraussetzung dafür, dass die Reifezeit bewusst kürzer gehalten werden kann als bei vielen schottischen Vorbildern. Ein zentrales Element der Produktion liegt buchstäblich in der Tiefe: Das Wasser stammt aus einem eigenen Brunnen, der 188 Meter durch das Gestein gebohrt wurde. Dieses mineralisch reine Tiefenquellwasser wird tropfenweise zur Fassstärke gegeben und prägt die Trinkstärke von 46,2 Vol. %. Die Kunstwerke des befreundeten Künstlers Otmar Alt prägen Etiketten und Räume gleichermaßen und der Rabe als Markenzeichen ist längst fester Bestandteil der Markenwelt. So steht Thousand Mountains für eine moderne, selbstbewusste Interpretation westdeutschen Whiskys: regional im Rohstoff, technisch präzise in der Umsetzung und mit dem erklärten Ziel, nicht schottisch zu wirken, sondern sauerländisch.
Was sich in den Whiskys aus dem Westen Deutschlands zeigt, ist ein neuer Blick auf die eigene Tradition. Wo über Jahrhunderte Korn gebrannt wurde, entstehen heute Malz- und Getreidedestillate mit längerer Fassreife, differenzierter Fassauswahl und klarem stilistischem Anspruch. Regionale Bezüge werden dabei eigenständig und selbstbewusst interpretiert. So zeichnet sich im Westen Deutschlands das Bild einer Whiskyregion, die ihre eigenen Wurzeln kennt und diese gezielt und nachhaltig weiterentwickelt hat. Mit handwerklicher Präzision und klarem Bewusstsein für regionale Identität.
Lambertus Bräu
(Aachen)
Die Kombination aus Single Cask, Erstbelegung und langer Lagerdauer prägt den Stil: Das Destillat startet vergleichsweise mild und ungetorft, entwickelt im Fass jedoch eine ausgeprägte Fruchtigkeit, feine Barrique-Noten und eine dezente Würze aus der Vorgeschichte der Weinfässer. Im Mittelpunkt steht heute die Einzelfassabfüllung des Lambertus Single Malts, überwiegend gereift in First-Fill-Weinfässern aus Frankreich. Abgefüllt wird sowohl in Fassstärke um 56–58 % Vol. als auch in reduzierter Trinkstärke. Die Reifung erfolgt an einem besonderen Ort: im ehemaligen Eiskeller der Brauerei.
Destillerie & Brennerei Heinrich Habbel
(Sprockhövel)
Zu den ersten Adressen der deutschen Brennerei-Welt gehört seit Jahren die Brennerei Heinrich Habbel in Sprockhövel. Der Familienbetrieb stellt eine Vielzahl anspruchsvoller Spirituosen her wie Obstbrände, Gin, Liköre und traditionelle Schnäpse. Deutschlands ältester Whisky von Habbel wurde bereits 1977 destilliert. Als eine der ältesten Whisky-Brennereien in Deutschland gewinnt Habbel mit seiner Single Malt Marke Hillock über die Region hinaus immer mehr Fans. Das 1878 gegründete Unternehmen wird von Michaela Habbel in der mittlerweile 4. Generation geführt. Es finden sich neben verschiedenen Single Malts und Roggenwhiskys auch (Whisky-)Liköre und ein New Make, der „White Dog“ unter dem eigenen Label „Hillock“ im Portfolio der Brennerei. Brennereiführungen und Tastings mit wechselnden Themen werden regelmäßig angeboten und sind über die Homepage ersichtlich.
Feinbrennerei Sasse
(Schöppingen)
Die Feinbrennerei Sasse versteht sich als Teil des Erbes der Kornbrennerei und zugleich als dessen Weiterentwicklung. Mit dem „Lagerkorn“ hat das Haus ein Produkt geschaffen, das oft als Brücke zum Whisky beschrieben wird – sich selbst jedoch nicht in dieser Rolle sieht. „Für uns ist Lagerkorn eigenständig“, erklärt Sarah Grawe. „Unser Anspruch ist ein Destillat, das aromatisch komplex und im Charakter unverwechselbar ist. Da Korn in unserer Region klassisch mit 32 % Vol. getrunken wird, bringt Lagerkorn von Natur aus weniger alkoholische Schärfe mit. Gleichzeitig liefert er genug Struktur und Ausdruck, um im Glas spannend zu bleiben.
Brennerei Druffel
(Oelde-Stromberg)
Reifen dürfen die Whiskys im über 220 Jahre alten, denkmalgeschützten Kesselhaus. Das massive Mauerwerk sorgt für gleichmäßige Temperaturen und eine ruhige und konstante Entwicklung des Destillats im Fass. Hier entstehen kleine Chargen eines handwerklichen Whiskys. Abgefüllt wird jeder Whisky mit einem eigenen Profil – geprägt von Malzkomposition, Fassauswahl und Reifezeit. Aktuell sind zwei Geschmacksrichtungen im Verkauf: Ein Whisky mit Rotweinfassfinish und ein Whisky mit Rauchnote als Islay-Cask-Finish. Ergänzt wird das Sortiment durch einen Whiskylikör auf Basis des eigenen Single Malts, bei dem Vanilleschoten die Fassaromen unterstreichen. Die Brennerei Druffel zeigt damit eine Facette westdeutscher Whiskykultur: gewachsen aus der Korntradition, inspiriert von Schottland und doch klar im Münsterland verortet.
The WESTFALIAN
(Paderborn)
IBei The WESTFALIAN setzt Thomas Ewers bevorzugt auf vorbelegte Bourbon- und Sherryfässer – mit schottischer Vergangenheit, immer aus dem eigenen Kreislauf. Die Holzprägung soll tragen, nicht dominieren. Viele Abfüllungen zeigen deshalb eine bemerkenswerte Balance zwischen Frucht, Malz und Fasswürze – selbst bei vergleichsweise jungen Jahrgängen. Neben Single Malts entstehen auch Peated Single Malts, Single Grains, Rye- und Corn-Whiskeys. 2024 konnte der erste zwölfjährige Whisky abgefüllt werden – ein fassstarker Single Grain aus dem Sherry Hogshead. Seit 2025 wird hier auch der „The Westfalian Cowboy“ abgefüllt – ein zehnjähriger Single Corn Whiskey mit einer Stärke um 70% abv. The WESTFALIAN ist der einzige deutsche Whisk, der zum besten Whisky der Welt ausgezeichnet wurde… ein echter Maßstab.
Thousand Mountains, Sauerländer Edelbrennerei
(Rüthen)
Im Land der Tausend Berge entsteht ein Whisky, der seine Herkunft schon im Namen trägt: Thousand Mountains. Bei der Fassstrategie geht man eigene Wege. Die ersten zwölf Monate verbringt das Destillat in ehemaligen Rotweinfässern – ein „Prefinish“, das frühzeitig Frucht- und Würzenuancen einbringt. Anschließend folgt die Reifung in frisch getoasteten Bourbonfässern, die Vanille-, Karamell- und Schokoladentöne ergänzen. Nach drei Jahren entsteht so der „Mc Raven“ Single Malt, dessen Farbe ausschließlich aus dem Fass stammt. Dass Whisky im Sauerland auch Erlebnis ist, zeigt sich vor Ort. Führungen durch die gläserne Produktion, Tastings unter dem Motto „Lernen am flüssigen Objekt“ verbinden Handwerk mit regionaler Verankerung.