Starting Over – die Geschichte des amerikanischen Whiskeys – Teil 2

American Whiskey


Amerikanischer Whiskey ist enorm facettenreich und hat so viele Höhen und Tiefen erlebt wie kaum ein anderes Getränk. Teil II unserer Geschichte über amerikanischen Whiskey führt uns von den einstmaligen Whiskey-Hochburgen in Maryland und Ohio zum Niedergang der Alkohol-Industrie während der Prohibition, dem harten Neuanfang und dem kometenhaften Aufstieg in der Neuzeit.

 

Heute denken wir bei amerikanischem Whiskey vor allem an Kentucky und Tennessee. Im 19. Jahrhundert lagen die Zentren der amerikanischen Whiskeyproduktion an anderer Stelle
– in Baltimore und Cincinnati. Dort hatten sich viele deutsche Auswanderer niedergelassen, und deutsche Brenner gehörten zu den Pionieren der Destilleriekunst in den USA.

 

Cincinnati – Whiskey-Capital of the World

Cincinnati ist den meisten von uns wohl nur als Headquarter von Procter & Gamble bekannt, deren Firmengründer einst als Seifenfabrikanten begannen. 1860 dominierte jedoch eine andere Industrie das Stadtbild: Es gab damals so viele Brennereien in Cincinnati, dass die Stadt als Whiskey-Hauptstadt der USA galt. Einer der frühen Pioniere, die den Ohio flussabwärts Richtung Cincinnati reisten, war Christian Waldschmidt, dessen Familie aus Gengenbach im Kinzigtal stammte und 1751 in die USA ausgewandert war. Am Little Miami River kaufte Waldschmidt 1140 Acre Land, die er „New Germany“ nannte, und warb weitere Siedler an. Die Ortschaft wuchs, und nach und nach errichtete Waldschmidt eine Kirche, einen Laden, eine Getreidemühle, eine Walkmühle, eine Schmiede, eine Papiermühle, ein Sägewerk und eine Brennerei. Nach Waldschmieds Tod übernahm seine Tochter Christina und ihr Mann Mathias Kugler Papiermühle und Brennerei. 1862 war Cincinnati zur größten Stadt westlich der Appalachen angewachsen, und die Brennerei der Kuglers befand sich auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Bis zu 3.814 Fässer Whiskey wurden pro Tag produziert.

 

Fotocredit: © National Library

 

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